Pfingstsonntag. Durch meinen Geist.

Zu langsam, zu wenig, zu klein. Immer zu kläglich, nie genug. Dabei hat Gott doch so wunderbare Erfolge versprochen für diejenigen, die sich für ihn einsetzen. Was mache ich bloß falsch?

Das haben sich die Israeliten zur Zeit des Propheten Sacharja gefragt. Nach einer ewig langen Zeit im Exil im fremden Land Babylonien hatte Gott sie wieder in ihr eigenes Land zurück gebracht und ihnen eine glänzende Zukunft versprochen. Voller Begeisterung begannen sie, den Tempel wieder aufzubauen. Missgünstige Nachbarn und schlechte Ernten machten ihnen aber bald das Leben schwer und die großen Hoffnungen versackten im Klein-Klein des mühsamen Alltags. Ihre Feinde amüsierten sich über den mickrigen Altar und sie hatten den Eindruck, Gott habe sie einfach vergessen.

Da schickt Gott einem ihrer Propheten prächtige und rätselhafte Bilder, die selbst der Prophet nicht versteht. Zum Glück erklärt ihm ein Engel, was Gott ihnen sagen will: „Macht euch nicht länger kaputt bei dem Versuch, meine Versprechen Wirklichkeit werden zu lassen. Das kann nicht durch menschliche Anstrengung oder Gewalt geschehen, sondern nur durch meinen Geist. Und verachtet nicht die Tage der kleinen Dinge, denn ich selbst werde dafür sorgen, dass meine Versprechen Wirklichkeit werden. Dann werdet ihr staunen und begeistert feiern!“

4 Jahre später war der Tempel tatsächlich fertig – aber Gott war noch längst nicht fertig damit, seine Versprechen zu erfüllen. Er kam selbst auf die Erde und machte es möglich, dass seine Geistkraft jetzt in allen wohnt, die sich ihm anvertrauen, so dass sie selbst zu einem Tempel Gottes werden. Und auch heute noch gilt seinen Leuten die entlastende Zusage: „Schäme dich nicht für die kleinen Dinge, die Ergebnisse deiner Arbeit, die dir vielleicht kläglich und mickrig vorkommen. Ich selbst bringe sie zur Vollendung durch die Kraft meines schöpferischen Geistes. Was du schaffst, ist genug, denn das Eigentliche kann nur durch meinen Geist geschehen.“

Seit Pfingsten lebt und wirkt dieser Geist in allen, die sich Gott anvertrauen. Er wird seine Versprechen in ihnen, an ihnen und durch ihre kleinen und großen Taten Wirklichkeit werden lassen.

Sacharja 4

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